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28/01/2009
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Wer war DOM FREI AMANDO BAHLMANN (1862 - 1939)

Frei Amando wurde am 8. Mai 1862 in Bartmansholte, einer Pfarrei in Essen, Oldenburg, Deutschland geboren. Er war der zweite Sohn eines ehrenhaften und einfachen Grundschullehrers, bei dem er auch seine ersten Schuljahre verbrachte, bevor er nach Vechta aufs Gymnasium kam. Danach trat er ins Noviziat der Franziskaner in Harreveld ein, wurde am 21. August 1879 eingekleidet und wurde im Noviziat vom erprobten Novizenmeister Pater Osmundo begleitet. Am 24. August 1880 legte er die einfachen Gelübde ab, am 3. Oktober 1883 die ewigen Gelübde. In Bleyerheide, wo er das Gymnasium abschloss, studierte er auch Philosophie, bevor er zusammen mit anderen Studenten nach Rom kam, wo sie am Missionskolleg der Propaganda Fide studierten. Dort beschloss er – bereits als geweihter Priester - 1889 seine Studien mit dem ehrenvollen Diplom eines Doktors in Philosophie und Theologie, da er bereits am 22. September 1888 in der Lateranbasilika in Rom zum Priester geweiht worden war.

Zurückgekehrt nach Deutschland schickte man ihn als Professor für Philosophie nach Werl, da sein größter Wunsch aber war, Missionar zu werden, meldete er sich als Kandidat für die Brasilienmission, wo man beabsichtigte, die Franziskanerprovinzen wiederzuerrichten.

Tatsächlich schiffte er sich am 24. Mai 1891 in Bremen in Richtung Brasilien ein, begleitet von 1 weiteren Pater und 2 Laienbrüdern. Sie ließen sich in der Stadt Desterro, heute Florianópolis nieder, wo diese Restauration beginnen sollte. Im Dezember 1892 ging er mit den alten und neuen Patern nach Bahia. Im Rahmen der Restauration der alten Provinz des Heiligen Antonius wurde Frei Amando Bahlmann zum Superior, Professor und Novizenmeister ernannt, trotzdem blieb ihm noch Zeit, exzellente Missionspredigten zu halten.

1905 wurde er zum Visitator der Provinzen von Argentinien und Bolivien bestimmt, eine Aufgabe, die er sehr gut löste, so gut, dass er auf seinem Rückweg in Buenos Aires am 18. Januar 1907 die Nachricht seiner Berufung zum Bischof von Santarém erhielt, wo seine Amtseinführung am 4. August des gleichen Jahres stattfand, einen Tag nach seiner Ankunft am Sitz der Prälatur. Mit ihm kamen Frei Capistrano und Frei Camilo, ein Priester und ein Laienbruder. Bald reiste er im Jahre 1908 nach Rom, wo er zum Titularbischof von Argos geweiht wurde. Danach kehrte er nach Santarém zurück, zum geliebten Sitz seiner Prälatur und widmete von da an sein ganzes Leben keinem anderen Ziel mehr als der Entwicklung dieser Kirchenregion, den der Heilige Stuhl ihm anvertraut hatte. Er starb am 5. März 1939 in Nápoles, wenige Tage nach der Wahl von Papst Pius XII, betreut durch einen Mitbruder, Pater Crisóstomo Streemer, den er selbst 16 Jahre zuvor geweiht hatte.

Am 6. März wurde in der Kirche der Heiligen Maria la Nueva in Neapel das Requiem gefeiert, zelebriert durch Pater Generaldefinitor Bertrand Kurtscheid, assistiert durch die Patres Xavier Boockey und Pancrácio Puetter.

Sein Begräbnis fand auch in Neapel statt, auf dem Franziskanerfriedhof der Provinz Santa Maria la Nueva, bis am 10. April 1952, seine sterblichen Überreste durch das Schiff "Cantuária",in Santarém eintrafen, vom Volk empfangen als wahrhaftige Apotheose, gefolgt von einer noch größeren Apotheose beim Begräbnis in einer Dauergruft in der Hauptkirche von Santarém am 14. April 1952 in der Kapelle des Senhor dos Passos, wo ein schlichter Stein den geliebten Namen des größten Wohltäters von Santarém zeigt.

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